Gesundheitstipp des Monats September 2016

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Zahngesundheit - für den richtigen Biss im Arbeitsalltag

Unsere Zähne müssen täglich Enormes leisten. Wir zerkleinern mit den Backenzähnen immerhin mehr als 20 Tonnen Nahrung bis zum 50. Lebensjahr. Auch wenn sie dafür von Natur aus bestens ausgestattet sind: Es kommt auf die richtige Pflege von Zähnen und Zahnfleisch sowie eine zahngesunde Ernährung im Alltag an, um sie vor Schäden zu schützen.

Der aktuelle Zahnreport der BARMER GEK macht deutlich: Zahnärztliche Prophylaxe – wie Frühuntersuchungen oder Zahnstein entfernung – wird zu selten genutzt. Nur jeder zweite Versicherte (52,7 %) nimmt diese Leistungen in Anspruch. Dabei spielt Vorbeugung die entscheidende Rolle für die Zahngesundheit. Schließlich sind unsere Zähne nicht nur enormen Belastungen, sondern auch jeden Tag den Angriffen von Bakterien und Säuren ausgesetzt.

Mundpflege in jedem Alter

Mindestens zweimal täglich benötigen Zähne eine Generalreinigung, am besten nach dem Frühstück und vor dem Schlafen gehen. Doch auch nach süßen Snacks empfiehlt sich zusätzliches Putzen. Wer kürzer als zwei Minuten putzt, reinigt nicht gründlich genug. Dann siedeln sich auf der Zahnoberfläche zahlreiche Bakterien an und bilden einen Belag, auch Plaque genannt. Da die Bakterien Säuren produzieren, die den Zahnschmelz entkalken, entsteht bei schlechter Mundpflege schließlich Karies. Die schädlichen Bakterien können sich auch zwischen Zähnen und Zahnfleisch ansammeln und dort Entzündungen (Parodontitis) auslösen. Erste Alarmsignale sind Rötung, Schwellung und Zahnfleischbluten beim Putzen. Übrigens: Auch Zahnersatz muss natürlich jeden Tag gründlich gereinigt werden, da Plaque hier ebenso zu Zahnstein und Entzündungen führen kann, wie im natürlichen Gebiss. Grundsätzlich gilt:

  • Fluroridhaltige Zahnpasta verwenden
  • Einmal täglich Zahnseide benutzen
  • Elektrische Zahnbürsten sind ebenfalls sehr effektiv

Zahngesunde Ernährung

Kariesbakterien ernähren sich vor allem von Zucker. Daher bildet eine zuckerreiche Ernährung die ideale Grundlage für ihre Vermehrung. Wer zusätzlich zur täglichen Mundhygiene darauf achtet, was er trinkt und isst, kann gerade alltags viel dazu beitragen, sein Gebiss lange gesund zu erhalten.

Tipps am Arbeitsplatz

  • Nach dem Mittagessen Zahnpflegekaugummi kauen, um die Selbstreinigung durch Speichel zu fördern
  • Zwischen den Mahlzeiten zuckerhaltige Getränke vermeiden, um Bakterien keine neue Nahrung zu liefern
  • Auf häufige, kleinere Snacks verzichten, da diese die Säurebildung im Mund anregen
  • Lebensmittel mit Kalzium (Milchprodukte) und Fluorid (Fisch) erhalten den Zahnschmelz
  • Viel Vollkorn und Rohkost essen, um durch intensives Kauen reinigenden Speichel zu produzieren und das Gebiss zu stärken.

Weitere Informationen:

www.barmer-gek.de

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